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Wie finde ich die richtige Bank?

Die richtige Bank zu finden ist heutzutage überhaupt nicht mehr so einfach. Denn auch bei den Banken hat die Werbeindustrie inzwischen Einzug gehalten und die diversen Geldinstitute werben inzwischen mit markigen Sprüchen oder vermitteln dem Kunden auch sehr gerne das Gefühl der Exklusivität. Aber wenn der Verbraucher einmal ganz genau hinschaut, entdeckt er sehr schnell große Unterschiede unter den einzelnen Banken.

Bevor jemand sich also für ein bestimmtes Unternehmen als Hausbank entscheidet, sollte man unbedingt wissen, was man eigentlich will.
Wer sein Konto einzig und allein als Giro- oder Gehaltskonto benötigt, findet eine Fülle von Banken, die hier für verlockende Angebote machen. Viele Geldinstitute bieten dem Kunden bei einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang über einen bestimmten Betrag eine kostenlose Girokontoführung an. In diesem Fall sollte der Verbraucher ganz besonders auf die Überziehungszinsen und die Kulanz beim Dispo achten.

Und Vorsicht: Auch die Nebenkosten der Kontoführung spielen eine wesentliche Rolle, zum Beispiel die Gebühr am fremden Bankautomat, die unter Unterständen bis zu 5 Euro für jede Abhebung betragen kann. Wenn also jemand vorher eine günstige Bank, oder ein ausreichendes Filialnetz hatte, kann da unter Umständen, ganz schnell sehr viel draufzahlen.

Neben der Finanzierung größerer Anschaffungen kann unter Umständen neben der Hausbank auch eine andere Bank her, etwa die Banken der Warenanbieter. So bieten Autobanken führender Fahrzeughersteller Finanzierungspläne für den Kauf eines Autos zu weitaus günstigeren Konditionen als herkömmliche Kreditinstitute an. Der Zinsunterschied kann mehrere Punkte zum Angebot der Hausbank ausmachen.

Wer seine Immobilie finanziert, kann die Hausbank wechseln und nach günstigeren Kreditgebern Ausschau halten. Schlauer allerdings ist es, den günstigsten Anbieter zu ermitteln und dann die Hausbank zu bitten, die gleichen Konditionen einzuräumen. Während Direktbanken die Kundenbetreuung ausschließlich über Telefon und Internet anbieten und kaum mit sich reden lassen, sind Filialbanken – innerhalb ihrer Möglichkeiten – oft zu einem Entgegenkommen bereit. Dies hängt allerdings auch sehr stark von der momentanen Finanzierungsstrategie des Institutes ab.

Nahezu jede Bank bietet inzwischen den Service an, bei dem man von zu Hause aus, auf sein Konto zugreifen kann. Bankgeschäfte können inzwischen völlig problemlos allein mit dem Telefon getätigt werden. Man ruft eine spezielle Telefonnummer der Bank an. Die Bankgeschäfte werden dann in einem Dialog mit einem automatischen Sprachsystem getätigt, etwa Abfrage des Kontostandes, Überweisungen oder Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Eine Geheimzahl sorgt für die Sicherheit beim Telefon-Banking. So kann niemand außer dem Kontoinhaber selber oder einem von ihm Bevollmächtigten, auf die Konto- und Depotinformationen zugreifen. Die Geheimzahl wird verschlüsselt und in einem speziellen Computersystem gespeichert.

Auch beim Internet-Banking kann man heutzutage seine Bankgeschäfte völlig problemlos von zu Hause aus erledigen. Überweisungen, Daueraufträge, Wertpapierhandel und anderes ist damit möglich. Dafür benötigt man allerdings einen Computer mit einem Internetzugang.

Um diesen Service aber in Anspruch zu nehmen, muss man sich jedoch zuvor bei seiner Bank anmelden. Sie verschickt dann per Brief die geheimen Zugangsdaten für die Transaktionen. Um die für das Internet-Banking nötigen Sicherheiten zu bieten, gibt es immer das so genannte PIN-TAN-Verfahren. Die PIN (persönliche Identifikationsnummer) ist eine nur dem Nutzer bekannte Nummer, die die Funktion eines Passwortes hat. Die Tansaktionsnummern (TANs) sind wie Unterschriften, die für jeden Vorgang eingegeben werden. Jede der nach dem Zufallsprinzip erzeugten Ziffernfolgen kann nur ein einziges Mal verwendet werden und verfällt dann. Der Zugang wird automatisch verweigert, wenn die Identifikationsnummer drei Mal hintereinander falsch eingegeben wurde. Zusätzlich findet noch weitere Verfahren, wie beispielsweise die Verschlüsselung von den Inhalten statt, damit die Sicherheit des Internet –Bankings erhöht wird.

Banken empfehlen ihrem Kunden für die Nutzung des Internet- und Telefonservices einige Empfehlungen, die jeder Bankkunde unbedingt im eigenen Interesse beachten sollte. PIN und TAN niemals auf dem Rechner speichern und nie zusammen einem Dritten zeigen.
Es gibt heute bestimmt kaum noch Menschen, die nicht täglich irgendwelche Bankgeschäfte tätigen. Eine Überweisung gehört inzwischen zu Selbstverständlichkeit, bei der das Geld elektronisch vom Konto des Absenders zum Empfänger – per schriftlichen Auftrag (kostet oft) , über den Bankautomat oder über das Internet bzw. Telefon gelangt. Je nach Bank werden hierfür unterschiedlich hohe oder gar keine Gebühren fällig. Normalerweise sollte einer Inlandsüberweisung das Geld nach spätestens 2 Tagen auf dem Konto des Empfängers verbucht sein. Das Absenderkonto wird dagegen sofort belastet.

Auch die Auslandsüberweisung funktioniert nach dem gleichen Prinzip, unterscheidet sich aber nach der Höhe der Gebühren deutlich von Inlandsüberweisungen. Die genauen Konditionen muss jeder für sich selbst bei seiner Bank in Erfahrung bringen. Auszahlungszahlungen erfolgen mithilfe zweier Kennzahlen: IBAN und BIC. Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine standardisierte, internationale Bankkontonummerierung mit bis zu 34 Stellen. Der BIC ( Bank Identifier Code auch SWIFT-Code genannt) ist ein Code für die Empfängerbank.

Jeder Kunde kann sich von seiner Bank Scheckvordrucke aushändigen lassen. Diese werden dann als Zahlungsmittel eingesetzt – wenn der jeweilige Geschäftspartner dies akzeptiert. Denn Schecks sind in der Regel nicht automatisch gedeckt. Ist das Konto überzogen, wird die Bank den Scheck nicht einlösen. Wer einen Scheck als Zahlungsmittel akzeptiert, muss sich dem Scheckaussteller also anvertrauen. Beim Einlösen des Verrechnungsschecks wird der Betrag auf das Konto des Scheckempfängers gutgeschrieben, es erfolgt also keine Barauszahlung, sichtbar an dem Verweis: ” nur zur Verrechnung”.
Mit Einzugsermächtigungen ersparen die Banken ihren Kunden lästige Bank Wege oder mühevolles Eintippen der Überweisungen am PC. Die Einzugsermächtigung erlaubt es dem Empfänger einen genau festgelegten Betrag vom Konto des Ausstellers abbuchen zu lassen. Besonderer Vorteil dieser Methode: Gegen jede Abbuchung kann der Aussteller der Einzugsermächtigung ohne Angabe von Gründen einen Widerspruch einlegen. Das möglicherweise versehentlich oder falsch gebuchte Geld ist dann binnen eines Tages wieder auf dem Konto des Ausstellers.

Viele Verbraucher haben aber auch für ihre regelmäßigen Zahlungen wie Miete, Strom etc. Daueraufträge eingerichtet. Diese Methode garantiert die regelmäßige Überweisung eines bestimmten Geldbetrages zu einem festen Zeitpunkt.

Die meisten Deutschen lieben die Jagd nach Schnäppchen. Shoppen auf Teufel komm raus bei Aldi und feilschen auch sehr gerne bei EBay. Wenn es aber um ein günstiges Konto geht, sind sehr viele Verbraucher bereit, Preise zu akzeptieren, die sie bei anderen Geschäften nie und niemals akzeptieren würden.

Auch wenn jemand schon jahrelang ein Konto hat, lohnt es sich heute die Bankkonditionen kritisch zu überprüfen. Stimmen noch die Konditionen, werden die einzelnen Angebote noch genutzt oder sollte man auf die Suche nach einen besseren Geldinstitut gehen?