Da an Börsen unterschiedlichste Waren, Produkte, Markennamen und gar Unternehmen gehandelt und spekuliert werden, gibt es natürlich mehrere verschiedene Börsenarten und Börsenformen. An Börsenarten unterscheidet man grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Arten.
Die wichtigste Börsenart ist die Warenbörse. Bei dieser Börsenart werden vorrangig Waren gehandelt, spekuliert und veräußert. Besonders der Handel von Import und Exportwaren ist bis dato eine der bestimmensten Warenbereiche. Im Zuge der Globalisierung entstanden daraus spezialisierte Börsen, die sich auf eine bestimmte Ware oder Warengruppe fokussierten. Besonders bedeutend sind aktuelle hierbei die Edelmetallbörsen, da sich in Folge der Weltwirtschaftskrise 2007 / 2008 Anlage in Edelmetall als äußerst lukrativ und stabil erwiesen. Auf der anderen Seite wiederum werden Warentermingeschäfte an Terminbörsen und Warenterminbörsen gehandelt. Schließlich gibt es noch Börsen für Handel mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren, logischer Weise Wertpapierbörsen bezeichnet.
Für den Handel mit Währungen und vorrangig Fremdwährungen kommen Devisenbörsen. Neben diesen vier großen Börsenarten, unterteilen sich heutige Börsen in zwei große Gruppen. Die klassichen Handelsbörsen, bei denen sich Eigentümer, Makler / Vertreter und Anleger in persona treffen und Geschäfte abwickeln und börsenähnliche Handelsnetzwerke, wie z.b. das Computer Handelssystem Xetra der Frankfurter Börse. Computerprogramme und Netzwerke übernehmen hier nahezu eigenständig die Funktion von Maklern und errechnen automatisch die veränderten Kurse und Preise. Mittlerweile wird der Hauptanteil aller Börsengeschäfte über diese Systeme abgewickelt, wobei hier oft Börsenmakler in persona diese System natürlich steuern.
